Italienische Rechtsanwaltskanzlei
Dr. Ulrich Stoll


Wie setzen sich die italienischen Rechtsanwaltskosten zusammen?


Die italienische Rechtsanwaltsvergütung wurde mit dem neuen Berufsgesetz (Art. 13 Abs. 6 Staatsgesetz vom 31.12.2012 Nr. 247) grundlegend reformiert.

Demnach findet die gesetzliche Vergütungsregelung laut Ministerialdekret 55/2014 Anwendung sofern keine schriftliche Honorarvereinbarung abgeschlossen wurde.

 
A) Die neuen gesetzlichen Parameter 2014


Das Entgelt des italienischen Rechsanwalts (Avvocato) richtet sich
nach Streitwertklassen und sieht getrennt nach Verfahrensabschnitten ein Entgelt vor, welches je nach konkretem Aufwand, Schwierigkeit, Komplexität, Dringlichkeit und Güte der Leistung
vermindert oder erhöht werden kann.

Folgende Verfahrensabschnitte (Phasen) sind im Rahmen eines ordentlichen Zivilverfahrens vorgesehen:

- Studium des Falls
- Einleitung des Verfahrens
- Beweisaufnahme und Verhandlungen
- Entscheidung
- Zwangsvollstreckung

B) Honorarvereinbarung


Es kann mit dem italienischen Rechtsanwalt in schriftlicher Form eine Honorarvereinbarung getroffen werden.

Das Entgelt versteht sich sowohl im Falle der gesetzlichen Parameter A) wie auch im Falle einer Honorarvereinbarung B) stets netto, es kommen also 15% Generalunkosten, 4% gesetzlicher Anwaltsfürsorgekassen beitrag, 22% Mehrwertsteuer (ausgenommen bei "reverse charge"), allfällige Barauslagen, Kopierkosten, Telekommunikationsoksten, Reisekosten, Stempelgebühren, Registersteuer, Übersetzungs- und Gutschterkosten sowie Domizilierungskosten hinzu.

Bei Bestehen einer Rechtsschutzversicherung wird um rechtzeitige Übermittlung der Polizze zwecks Deckungsanfrage ersucht.

Die Kanzlei Dr. Ulrich Stoll arbeitet mit allen international tätigen Rechtsschutzversicherungen (z.B. Allianz, Generali, Roland, D.A.S.) zusammen.